Das Draußenwochenende 2006

 

Einladung

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Immer mitten in die Fresse rein –
der Bericht zum Draußenwochenende der Pfadistufe

 

Deutschland ist im WM-Fieber. Nach dem spannenden und erfolgreichen Sieg über Argentinien wurde das Land von einem schwarz-rot-goldenem Fahnenmeer überzogen. Dieses machte auch auf dem Zeltplatz in Breitenbrunn nicht halt. Statt Banner schmückten  nun Deutschlandfahnen die Zelte beim Draußenwochenende der 14-16jährigen Pfadfinder der Diözese Würzburg. Passend zu den Minuten nach der Entscheidung war der Titel des Wochenendes „Immer mitten in die Fresse rein“.

Nach einer Trauerrede für Argentinien wurden alle 50 Teilnehmer der angereisten Trupps aus Leinach, Oberelsbach, Schweinheim, Großostheim, Johannisburg, Sommerach, Albstadt und Bm² mit einer Loala-Welle willkommen geheißen. Im Anschluss bekam jeder Teilnehmer eine rote Karte, eine gelbe Karte und eine Trillerpfeife, um einzuschreiten, wenn sich jemand nicht fair verhält.

Am Samstag standen verschiedene Workshops zum Thema Gewalt auf dem Programm. Bei Selbstverteidigung erklärte Rainer verschiedene Techniken, sich zu wehren, wenn man angegriffen wird. Diese wurden natürlich auch gleich ausprobiert. Ob der Angreifer nun von vorne, von hinten oder der Seite kam, nach dem Kurs hatte er keine Chance mehr und wurde zu Boden befördert. Das faszinierende bei der Vorführung am Abend war, dass nicht unbedingt die Kraft, sondern vielmehr die Technik ausschlaggebend war.

Gleich nebenan haben sich Pfadis Ausrüstung gebastelt, um sich mit anderen anzulegen, ohne jemanden zu verletzen. Aus Schaumstoff, Klebeband, Schnur und Plastikrohren wurden Kampfanzüge, Helme und Boffer hergestellt und bei einem Wettkampf gleich eingesetzt. Das Finale wurde dann am Abend mit Live-Kommentatoren und Schiedsrichtern vor allen Teilnehmern ausgetragen.

Um Streiten ging es bei dem Workshop von Regina. Hier wurden verschiedene Szenen in Rollenspielen vorgestellt und darüber diskutiert, wie der Streit verbessert werden könnte. Eine Szene aus dem Schulalltag stellte die Gruppe auch abends den anderen am Lagerfeuer vor.

Colaflaschen, Korken, Schnur, Fahrradschläuche … waren die Materialien für den Workshop „Hau den Robert“. Hier wurden zunächst Wasserraketen gebaut, die dann mit Hilfe von Luftdruck über den Platz geschossen wurden. Der eigentliche Teil war allerdings, Kraft messbar zu machen und das rosa Entchen zum quietschen zu bringen. Die verschiedenen Variationen, die von „Erschießt den Robert“, über „Erschlagt den Robert“ bis hin zu „Schießt den Robert gegen den Baum“ luden zum Kräftemessen ein.

Die Leiter waren natürlich auch nicht untätig und haben ihre Erfahrungen mit diesem Thema ausgetauscht. Außerdem wurden Lösungen und Möglichkeiten aufgezeigt, wie man mit Gewalt in der Gruppenstunde oder auf Zeltlager umgehen kann. Als Lagerfeuerstelle für ihr Mittagessen wählten sie einen ungewohnten Ort. Sie kochten ihr Essen im Bach.

Auch der Gottesdienst beschäftigte sich mit dem Thema des Wochenendes. Die bekannte Stelle „Wenn einer dir auf die rechte Backe haut, halte ihm auch die linke hin …“ wurde unter die Lupe genommen und als Zeichen des Friedens gaben wir uns in Anlehnung an B.P. die linke Hand.

Beim Buffet reihte sich mal wieder eine Leckerei an die andere. Knoblauchsuppe, Gnocchi, Nudeln mit grüner Soße, jede Menge Salat, grüne Pfadicreme, usw. füllten unsere leeren Mägen schnell.

Nach dem Vorstellen der Workshops saßen wir noch gemütlich am Lagerfeuer, wurden von den Oberelsbachern mit selbstgemachtem Popcorn verwöhnt und unterstützten Thorstens Gitarrespielen kräftig mit unserem Singen.

Am Sonntag hieß es nach dem Aufräumen dann schon wieder Abschied nehmen, aber wir freuen uns schon jetzt auf eine neue Aktion mit euch!

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